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![]() Poesie-Workshop vom 4. - 6. April 2008 im GLZ Innsbruck
Im Internet - dem tollen Webauftritt vom Tiroler Landesverband - fand ich den Angebot, dass in Innsbruck ein Workshop über Gebärdenpoesie stattfindet. Mich hat das Thema interessiert, weil ich wusste, Poesie in der Gebärdensprache kann man nicht mit Poesie in Schrift vergleichen und wollte dieses Phänomen kennen lernen. Beim Workshop hatten 8 Personen mitgemacht, darunter waren zur Hälfte Dolmetscherinnen, aktiv und in Ausbildung. Die Teilnehmerinnen kam aus Tirol, Oberösterreich und mich als Niederösterreicher. Da habe ich erfahren, dass das Workshop eine Ergänzung zum Ein-Tag-Seminar vom Vorjahr war. Dieses Mal gab es mehr praktische Übungen und Experimente, die selbst gemacht wurden.
Neben der Einführungstheorien durch den Workshopreferenten Jürgen Endress hatten wir auch Auftrittsübungen (Ablenkung, Ignorieren, Blicke). Bei der Theorie wurde sehr verständlich durchleuchtet, welche große Unterschiede es zwischen Gebärdensprachpoesie und der schriftlichen Poesie gab. Auch Formen, die fälschlicherweise als Poesie definiert wurde (Gebärdenerzählen, Fingeralphabetgeschichten etc.) haben wir thematisiert. So konnten wir uns besser vorstellen, was Gebärdensprachpoesie ist.
Nach diesem ersten Abschnitt haben wir Aufgaben bekommen und mit anschließender Feedback zur Verbesserungen diskutiert. Die große Sache dabei war unsere selbstdurchdachte Gebärdensprachpoesie, die per Video aufgenommen wurde. Auch hier haben wir den Auftritt gemeinsam besprochen, was man als Zuseherin empfindet und auch was zu verbessern wäre (Vorschläge) ehe wir ein Abschlussvideo machten. Leicht war das nicht, weil es ungewohnt anders war. Die Gebärdensprachpoesie musste Gebärdensprachformen enthalten, aber über die Grenze der GS-Grammatik hinaus gehen und mehr fließend sein. Das war die Art der Jürgen Endress als Gebärdensprachpoet kompetent war. Für experimentelle Aufbau hatten wir zu wenig Zeit, da braucht man viel Übungen, Erfahrungen, Spiegelkontrollen usw.
Der Workshop dauerte von Freitag bis Sonntag und passte in den Zeitrahmen ganz optimal, auch wenn wir wegen unsere herzhaftes Meinungsaustausch ein bisschen im Zeitverzug waren. Großes Lob an den Workshopreferenten Jürgen Endress, der sich praktisch in unserer Reihe setzte - Von einem Referenten als "Lehrer" war wenig zu bemerken, das war Spitze. Er hat immer zu vermitteln und unterstützend versucht, dass jeder für die anderen und auch für sich selbst etwas beiträgt. Ich habe den Eindruck gehabt, dass alle begeistert vom Workshop waren und auch die Teilnehmerinnen beteiligten sich ganz interessiert und neugierig. So habe ich die Workshop immer noch im Herzen und Erinnerung, die ich irgendwann gerne bei Auftritte anwenden möchte, ich denke es ergeht den anderen Teilnehmerinnen genauso ;-)
Bericht von Nikolaus Riemer |